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Orion (Gen.: Orionis, Abk. : Ori) ist eines der bekanntesten Sternbilder des Nachthimmels und ist abends am Winterhimmel zu sehen. Das Sternbild stellt einen Himmelsjäger dar.

Orion fällt vor Allem durch die vielen hellen und einprägsamen angeordneten Sternen auch dem ungeübten Himmelsbeobachter auf. Die Schulter bilden die beiden Sterne Beteigeuze (α), welcher auch ein Eckpunkt des Winterdreiecks ist und Bellatrix (γ). Rigel (β), ein Eckpunkt des Wintersechsecks, und Saiph (κ), die Füße. Am auffälligsten sind jedoch die drei Gürtelsterne, Alnitak, Alnilam und Mintaka (ζ, ε und δ Orionis). Diese Gürtelsterne werden auch als Jakobsstab oder Jakobsleiter bezeichnet. Mithilfe der drei Sterne kann man andere Sternbilder wie den Stier oder den Großen Hund im Winterhimmel entdecken. Die schwächeren Sterne, etwa in der Mitte zwischen den Gürtel - und Fußsternen, nennt man Schwertgehänge. In diesem Teil befindet sicht auch θ Orionis, ein Mehrfachsternsystem aus sechs Sternen, welches trapezförmig angeordnet ist. Sie werden dementsprechend auch als Trapez bezeichnet. Entlang des Gürtels verläuft der Himmelsäquator, sodass Orion in allen bewohnten Teilen der Erde zu sehen ist.

Universum

Flammennebel und Pferdekopfnebel

Sternfabrik OrionBearbeiten

Besonders fällt der sogar mit bloßem Auge sichtibare Orionnebel in der Nähe von θ Orionis auf. Er ist der hellste aller Emissionsnebel. In ihm kann die Sternentstehung besonders gut beobachtet werden, da sich hier einige protoplanetare Scheiben finden lassen. Ein weiterer bekannter Nebel und eines der bekanntesten Objekte ist der Pferdekopfnebel (in der Nähe von Alnitak), ein Dunkelnebel, dessen Form an einen Pferdekopf erinnert. Dieser kann jedoch nicht mehr mit bloßem Auge betrachtet werden. In der Nähe von Alnitak und den Pferdekopfnebel befindet sich der Flammennebel. Er ist ebenfall ein Emissionsnebel. Alle diese Objekte gehören zum Orion-Komplex, einem großen Sternentstehungsgebiet, das auch bis in benachbarte Sternbilder wie dem Einhorn hineinreicht.

Geschichte und MythologieBearbeiten

Orion war bereits bei sehr vielen alten Kulturen bekannt und zählt zu den ältesten Sternbildern überhaupt. In allen Kulturen wurde er mit einem großen Helden, Krieger oder Gott identifiziert. So symbolisierte er im alten Ägypten den Totengott Osiris, gefolgt von Sothis (Sirius). Den Hasen zu Füßen des Orion deuteten sie als Boot des Osiris. Theorien besagen, dass die Großen Pyramiden von Gizeh nach dem Vorbild der Gürtelsterne von Orion erbaut und angeordnet wurden.

In Babylon stellte er den Stadtgründer Gilgamesch dar.

Es gibt im alten Griechenland viele Sagen und Geschichten die sich um Orion drehen. Er war ein mächtiger Jäger, ein Sohn des Neptun. So pries ihn auch Homer als größten und schönesten aller Männer. Es existieren mehrere Geschichten, die erzählen, wie er zum Sternbild wurde:

Orion brüstete sich, der größte Jäger der Welt zu sein, was die Erdgöttin Gaia erzürnte. Sie schickte deswegen einen Skorpion aus, der den Jäger mit einem tödlichen Stich töten sollte. Die anderen Götter waren darüber traurig und versetzten Orion ebenfalls an den Sternenhimmel. Wenn das Sternbild Skorpion im Osten aufgeht, muss Orion den Himmel im Westen verlassen. Dadurch stehen die beiden Kontrahenten niemals zusammen am Himmel.

Bei den Aborigines stellen die drei Gürtelsterne drei Fischer dar, von denen einer ein Bündel Fische trägt.

NachbarsternbilderBearbeiten

QuellenBearbeiten

  • Zimmermann, H./Weigert, A. (1999). Lexikon der Astronomie, Heidelberg; Berlin: Spektrum Akad. Verl.
  • Slawik E./Röser M. Der Sternenhimmel. Eine fotografische Reise zu Tierkreis- und Sternbildern, Köln: Honos Verlag Gmbh
  • Dr. Übelacker, E. 1995. WAS IST WAS, Band 99 - Sternbilder und Sternzeichen, Nürnberg: Tessloff Verlag
  • http://de.wikipedia.org/wiki/Orion

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